Der erste Login in Raspbian Stretch Lite

Installation und Konfiguration von Raspbian Lite (Stretch) auf Raspberry Pi 3 (ohne Desktop)

Die Artikelserie zum Raspberry Pi
Teil 1 (Link): Der Raspberry Pi 3 – der Alleskönner im Scheckkartenformat
Teil 2 (Link): Installation und Konfiguration von Raspbian Stretch auf Raspberry Pi 3
Teil 3 (Link): Fernzugriff per SSH und VNC auf den Raspberry Pi
Teil 4 (Link): Installation PiVPN – Den Raspberry Pi einfach zum VPN-Server ausbauen
Teil 5 (Link): OpenVPN/PiVPN Benutzerverwaltung auf dem Raspberry Pi
Teil 6: Dieser Artikel
Teil 7 (Link): etherwake – Der Raspberry Pi als Wake On LAN-Server
Teil 8 (Link): Adblocker mit Pi-hole: Das schwarze Loch für Werbung im Internet

Vorabinformation – Der Unterschied zwischen Raspbian mit Desktop und Raspbian Lite

Raspbian Linux gibt es in zwei Varianten. Im zweiten Artikel dieser Serie habe ich die Installation mit Desktop beschrieben. Die Desktop-Version von Raspian ist besonders für Linux-Neulinge gut geeignet, weil man einge Dinge wie gewohnt mit der Maus auf einer grafischen Oberfläche erledigen kann. Das geht von der Konfiguration bis zum Browsen durch’s Netz.

Programme und Dienste wie einen PiVPN-Server werden aber auch mit Desktop meistens über die Shell installiert. Und da vermutlich die wenigsten aktiv am Raspberry Pi arbeiten werden bietet sich der Betrieb ohne Desktop an.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Weniger grafische Elemente und Dienste, die geladen werden müssen. Ergo geringerer Ressourcenverbrauch. Außerdem kommt das Linux-Feeling eh erst so richtig auf, wenn ihr die Kiste komplett über die Kommandozeile, die Shell, steuert. 😉

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Let’s get the party started – Installation und Konfiguration von Raspbian Lite (ohne Desktop)

Mit dem "USB Image Tool" spielt ihr das Raspbian Lite Image auf eine Micro-SD-Karte.Kopieren des Images auf die SD-Karte

Die ersten Schritte gleichen sich mit meiner Anleitung zur Installation von Raspbian Stretch mit Desktop. Ihr ladet euch von der Webseite das aktuellste Image von Raspbian Lite (Link). Das Image entpackt ihr und übertragt es z .B. mit dem „USB Image Tool“ auf eine leere SD-Karte.

Info: Ich nutze für den Artikel das aktuelle Image von Raspbian Stretch Lite. Die Anleitung sollte aber mehr oder weniger 1:1 auch für ältere Versionen wie Jessie gültig sein.

Der erste Start von Raspbian Lite

Der Start von Raspbian geht rasend schnell und nach kurzer Zeit erscheint auf eurem Bildschirm die Shell, an der ihr euch anmelden müsst. Die Standard-Benutzerdaten lauten:
Benutzername: pi
Kennwort: raspberry

Wichtig: Da beim ersten Start noch keine Anpassung der Einstellungen auf eine deutsche Umgebung vorgenommen wurden, haben wir derzeit noch ein US-Tastatur-Layout. Will heißen, dass ihr statt dem „y“ im Kennwort „raspberry“ ein „z“ eingeben müsst. Das Kennwort lautet anfangs als „raspberrz“.

Nach dem Login fangen wir mit der Konfiguration an. Dafür geben wir auf der Konsole den Befehl

ein. Wir sind übrigens immer noch mit der US-Tastatur unterwegs, weshalb der Befehl im Moment, auf dem deutschen Keyboard, folgendermaßen lautet:

Sprich, der Bindestrich liegt auf dem scharfen ß.

Wir starten mit der Lokalisation, also der Spracheinstellung, Tastaturbelegung usw.

Damit wir Raspbian Lite später auch über das Netzwerk, also z. B. über Putty steuern können, müssen wir noch den SSH-Dienst aktivieren.

Standardmäßig nutzt Raspbian möglichst wenig Platz auf der SD-Karte. Das wollen wir ändern, damit wir später auch genug Speicherplatz für weitere Programme und Daten haben.

Danach ändern wir noch das Standardkennwort auf ein eigenes, damit sich nicht jeder einfach am System anmelden kann.

Nach dem Neustart können wir uns mit unserem eben eingerichteten Kennwort anmelden. Der Username lautet also weiterhin „pi“ und dazu das neue Kennwort. Die Tastaturbelegung ist jetzt auch auf Deutsch eingestellt, ihr könnt also wie gewohnt tippen.

Damit wir unseren Raspi auch per SSH erreichen, möchten wir noch die IP-Adresse herausfinden. Dafür geben wir auf der Konsole ein

ein. Hinter „hostname“ kommt also nach einem Leerzeichen ein Minus, gefolgt von einem großen i (es muss tatsächlich ein großes i sein!). Daraufhin spuckt euch die Konsole die IPv4-Adresse und die IPv6-Adresse aus. Wir brauchen die IPv4, also die vier Zahlenkolonnen am Anfang.

Zum Schluss aktualisieren wir noch unser System.

Fazit – Basisinstallation geglückt!

So, das war’s!

Mit den hinter uns liegenden Schritten haben wir Raspbian konfiguriert und über das Netzwerk erreichbar gemacht. Einen Raspbian-Desktop braucht man also gar nicht unbedingt. Die nächsten Schritte könnten z. B. sein, PiVPN zu installieren, wie ich es schon in Teil 4 der Artikelserie beschrieben habe.

Weitere Programme, die für euch unter Umständen sehr praktisch sein können, beschreibe ich dann in den nächsten Artikeln ausführlich!

Ab sofort auch per SSH über den PC

Bei der ersten Verbindung per SSH müsst ihr noch die Sicherheitswarnung bestätigen.Mit der IP-Adresse, also in meinem Fall der 192.168.1.110, können wir uns jetzt auch per SSH (z. B. Putty) ein. Wie das funktionert, das habe ich im Artikel „Fernzugriff per SSH und VNC auf den Raspberry Pi“ schon beschrieben.

 

 

 

Euer Feedback?

Was mich zum Schluss noch interessiert ist, ob und wie die Installation und Konfiguration bei euch geklappt hat? Schreibt mir doch einen Kommentar, wenn euch die Anleitung gefallen hat und erst recht, wenn etwas nicht geklappt hat oder was fehlt.

3 Antworten auf „Installation und Konfiguration von Raspbian Lite (Stretch) auf Raspberry Pi 3 (ohne Desktop)“

    1. Hallo D,

      danke für das Feedback, werde ich bei Gelegenheit ergänzen. Derzeit habe ich mit anderen, nicht technischen Projekten allerdings so viel zu tun, dass ich nicht dazu komme.
      Aber der Herbst steht ja auch schon mehr oder weniger vor der Tür 😉

      Viele Grüße,
      Dennis

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