Die Raspberry Pi Wedding Photobooth

Raspberry Pi Fotobox für Hochzeiten und Geburtstage

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Die gute, alte Fotoecke

Die Standard Fotoecke ist euch sicherlich bekannt, oder? Da steht eine Kamera mit Selbstauslöser auf einem Stativ. Ein paar Meter entfernt stellen sich z. B. die Gäste einer Hochzeit auf, verkleiden sich und machen mit Fernauslöser Fotos von sich selbst.

Lustig sind diese Fotoecken definitiv, aber bis das Brautpaar aus den Flitterwochen zurück ist, wartet man gespannt auf die geschossenen Bilder, wenn man sie überhaupt bekommt. Außerdem ist auf dem kleinen Kameradisplay nicht wirklich gut zu sehen, ob die Bilder richtig witzig und gut geworden sind.

Eine besondere Fotobox für besondere Anlässe

Mehr oder weniger zufällig bin ich im vergangenen Jahr über einen Blogartikel von André Rinas gestolpert. In diesem erklärt er, wie er mithilfe eines Rapsberry Pi, eines Tablets und einer Spiegelreflexkamera eine Fotobox für seine Hochzeit gebaut hat.

Die Idee fand ich von Anfang an total genial und da im Freundeskreis eine Hochzeit anstand, hatte ich das perfekte und ein noch dazu außergewöhnliches Geschenk am Start.

Das Problem war nur, dass die Anleitung mittlerweile gut drei Jahre auf dem Buckel hat und so nicht mehr funktionierte. Ich musste also rumprobieren, hab das System am Ende aber zum Laufen bekommen.

Dankenswerterweise war André so nett, mir die Erlaubnis zu geben, seinen Artikel aufzugreifen und zu aktualisieren.

Wie funktioniert die Raspberry Pi Fotobox?

Der Aufbau der Fotobox ist eigentlich relativ simpel.

Eine Kamera ist per USB-Kabel an einen Raspberry Pi angeschlossen, auf dem außerdem ein kleiner Webserver läuft. Dieser Webserver stellt eine Oberfläche (Webseite) bereit, über die man einen Countdown für den Auslöser startet. Hinterher bekommt man das eben erstellte Bild direkt auf dem Tablet angezeigt. Als besonderes Gimmick kann man sich einen QR-Code erstellen lassen, mit dem man sich das Bild schnell und einfach per WLAN auf’s Smartphone laden kann.
Damit die Steuerung der Webseite möglichst einfach und komfortabel funktioniert, wird hierfür ein Tablet genutzt, das per WLAN auf den Raspberry Pi und die Webseite zugreift.

Funktionsweise der Fotobox

Was braucht ihr für die Fotobooth?

Ihr wollt die Fotobox nachbauen? Dann kommt hier die Materialliste.

Die mit (*) markierten Links sind Affiliate-Links. Wenn ihr darüber etwas bestellt, erhalte ich eine kleine Provision. Euch kostet der Artikel natürlich keinen Cent mehr.

  • 1 x Raspberry Pi (*), einen möglichst aktuellen, damit die Bildverarbeitung zügig abläuft
  • 1 x WLAN AccessPoint oder WLAN Router, hier tut’s was Günstiges wie beispielsweise der TP-Link TL-WA901ND (*)
  • 1 x günstiges oder auch ausrangiertes Tablet (Android oder iPad ist egal), z. B. das Samsung Galaxy Tab A T580 (*), das über Wifi verfügen muss
  • Eure vermutlich eh vorhandene Kamera. Das muss übrigens keine Spiegelreflex sein. Welche Kameras unterstützt werden, könnt ihr hier einsehen + genug Akkus oder einen Stromadapter für die Steckdose
  • 1 x Studioblitz, da der Blitz der Kamera durch die Holzkiste nicht frei ist, z. B. Neewer® Professionelle Protable Off-Kamera-Blitz oder alternativ genug Licht vor Ort
  • Eine Mehrfachsteckdose
  • Zusätzliche Kabel
    • 1 x Kabel zum Anschluss der Kamera per USB an den Raspberry Pi (liegt der Kamera meistens bei)
    • 1 x Ladekabel für das Tablet + Ladegerät
    • 1 x LAN-Kabel
    • 1 x Verlängerungskabel Strom
  • Eine Holskiste, ca. 40 x 40 x 40 xm (selbstgebaut oder aus dem Baumarkt)
  • Winkel Schrauben usw. zum Befestigen des Tablets und der Kamera (ne nach Modell)
  • Bei Bedarf etwas Restholz, um z. B. eine Halterung für die Kamera zu bauen

Werkzeug

  • Stichsäge
  • Lochkreissäge

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, habe ich mit etwas Restholz aus dem Baumarkt und ein paar Metallwinkeln Konstruktionen gebaut, um die Kamera und das Tablet zu fixieren. Wie das bei euch am besten klappt, hängt maßgeblich von den genutzten Geräten ab. Wichtig ist nur, dass das Tablet fest verbaut wird, damit es während der Feier nicht verrutscht. Ein paar Filzgleiter schützen in meinem Fall das Tablet vor Kratzern durch die zurecht gebogenen Metallhalterungen.

Installation und Konfiguration der Fotobox

Hinweis vorab – Raspi ans Internet anschließen

Der Einfachheit halber habe ich den Raspberry Pi für die Grundinstallation und -Konfiguration in mein normales Netzwerk daheim aufgenommen. So hat der Raspi Internetzugang für eine einfache Installation der Komponenten und ich kann bequem über das Netzwerk und SSH auf ihn zugreifen. Im Anschluss nehmen wir den Raspi dann wieder aus euren Netz heraus und konfigurieren ihn so, dass er per WLAN vom Tablet aus erreichbar ist. Dazu aber später mehr.

Los geht’s – Installation von Raspbian Stretch Lite

Als Unterbau für eure Fotobox wählt ihr am besten Raspbian Stretch Lite (ohne Desktop). Das ist ressourcenschonender als die Variante mit Desktop. So verarbeitet der Raspi die Bilder schneller. Eine Anleitung für die Installation von Raspbian Stretch Lite habe ich hier verfasst.

Um nach der Raspbian Lite Installation die IP-Adresse des Raspi herauszufinden, könnt ihr auf der Console einfach das folgende Kommando eingeben:

Die angezeigte IP-Adresse könnt ihr dann für die Verbindung mit SSH nutzen, nachdem ihr SSH aktiviert habt.

Hier sehen wir die vom WLAN-Router zugewiesene IP-Adresse unseres Raspberry Pi

Installation Webserver

Nach der Installation des Betriebssystems folgt die der einzelnen Software-Komponenten. Los geht’s mit dem Webserver und weiterer Software zur Erstellung der QR-Codes usw.. Kopiert das Kommando am besten in euren SSH-Client und holt euch nach dem Abschicken einen Kaffee, das wird einen Augenblick dauern.

Im ersten Schritt installieren wir Webserver, PHP und die Tools für die QR-Codes

Nachdem die ersten Komponenten installiert sind, geht es mit der Software für die Fotobox selbst weiter. Das passiert in den Zeilen 1 bis 7. Danach folgt die aktuellste Version von gphoto2. Das ist die Software, die sich um die Kommunikation zwischen eurem Raspberry Pi und der Kamera kümmert. Schaut sicherheitshalber noch mal nach, dass eure Kamera auch der Liste der unterstützten Geräte steht.

Passt alles, machen wir weiter. Arbeitet die Kommandos eines nach dem anderen auf der Konsole bzw. per SSH ab.

Der letzte Befehl fragt euch, welche Version von gphoto2 ihr installieren möchtet. Hier solltet ihr Option 2 (Install latest stable release) wählen. Ihr gebt also eine 2 ein und drückt Enter. Danach organisiert ihr euch am besten noch mal ’nen Kaffee, die Sache dauert einige Zeit! Werdet also nicht nervös 🙂

Der Webserver-User „www-data“ darf von Haus aus gphoto2 nicht ausführen. Um dies zu ändern gehen wir folgendermaßen vor:

Am ende der sich öffnenden Textdatei fügt ihr folgende Zeile ein.

Mit „Strg + O“ und „Enter“ speichert ihr die geänderte Datei, mit „Strg + X“ schließt ihr den Texteditor nano und landet wieder auf der Shell.

Anpassung der Fotobox-Konfiguration

Als nächstes kümmern wir uns um die korrekten Einstellungen der Fotobox. Das können wir mithilfe von nano ebenfalls direkt per SSH machen.

Wichtig: Die Photobooth ist nach der Installation über Github noch im Entwicklungsmodus. Das müsst ihr unbedingt ändern, da sonst die Steuerung der Kamera nicht funktioniert! Die restlichen Einstellungen könnt ihr konfigurieren, wie ihr wollt.

Hier noch mal die Config-Options. Wichtig ist das „false“ in Zeile 2!

Nachdem ihr die Konfiguration angepasst habt, speichert ihr die Datei, wie gewohnt, mit „Strg + O“ und danach „Enter“. Um nano zu schließen und zur Konsole zurückzukehren drückt ihr „Strg + X“.

Netzwerk

Nachdem alle Komponenten installiert und konfiguriert sind, bauen wir das Netzwerk der Photobox auf.

Schließt den Rasperry Pi per Kabel an den WLAN-Router der Photobox an und startet ihn neu, bekommt er automatisch eine neue, dynamische IP-Adresse vom Router zugewiesen. Um herauszufinden, welche das ist, gebt ihr auf der Shell nochmals folgendes Kommando ein:

Ihr bekommt dann die IPv4 und die IPv6-Adresse angezeigt. Was wir brauchen ist die IPv4-Adresse. Diese wollen wir nun fest vergeben, damit sie sich zukünftig nicht mehr ändert.

Hier sehen wir die vom WLAN-Router zugewiesene IP-Adresse unseres Raspberry Pi

Statische IP vergeben

Damit euer Tablet später immer auf die Webseite der Fotobox kommt, solltet ihr dem Raspi eine fest IP-Adresse vergeben. Andernfalls kann sich diese vielleicht ändern und auf der Party stellt ihr fest, dass die Webseite zum Erstellen der Schnappschüsse nicht mehr abrufbar ist. Auf der Kommandozeile von Raspbian gebt ihr folgenden Befehl ein:

Es öffnet sich wieder der Texteditor nano, den wir ja weiter oben schon benutzt haben. Mit der Pfeiltaste scrollt ihr etwas nach unten, bis ihr den Bereich „Example static IP configuration“ seht. Dort steht am Anfang jeder Zeile eine Raute, die dafür sorgt, dass die Zeile nicht berücksichtigt wird. Das ändern wir nun und passen die Konfiguration direkt an unseren WLAN-Router an.

In meinem Beispiel hat der Raspi vom Router die IP-Adresse 192.168.1.104 zugewiesen bekommen, die wir nun fest einrichten wollen. Entfernt die Rauten jeweils vor den Zeilen 2 und 3 im genannten Abschnitt. In Zeile 3 ändert ihr die vorgeschlagene Adresse auf die ab, die euer Raspi schon zugewiesen bekommen hat. In meinem Fall wäre das also die 192.168.1.104. Das „/24“ am Ende der Zeile bleibt so stehen.

Speichert die geänderte Konfiguration mit „Strg + O“ und „Enter“ und beendet nano mit „Strg + X“, danach kommt ihr wieder auf die Shell.

Hier konfigurieren wir die statische IP-Adresse unseres Raspi

Damit die Änderungen übernommen werden, starten wir Raspbian einmal neu.

WLAN für’s Tablet konfigurieren

Das Tablet greift per WLAN auf unseren Raspi und Andrés Software für die Photobooth zu. Außerdem wollen wir unseren Gästen die Bilder ja auch per WLAN zur Verfügung stellen. Um das möglichst einfach zu gestalten, habe ich den WLAN-Router so konfiguriert, dass er ein offenes/unverschlüsseltes WLAN namens „photobooth“ zur Verfügung stellt. So kann sich jeder Gast einfach mit seinem Smartphone in das WLAN einloggen und den QR-Code seines Wunschbildes abrufen.

Je nach Router sehen die Konfigurationsseiten für das WLAN etwas anders aus. Beispielhaft mal hier zwei Screenshots aus einer FRITZ!Box.

Normalerweise solltet ihr ein WLAN natürlich immer verschlüsseln! Für unseren Zweck hier wäre das aber eher hinderlich, da die Gäste ja möglichst schnell und einfach auf die Bilder zugreifen sollen und die Box nur einen Tag dort steht.

Webseite und Apps

Auf meinem alten Android-Tablet habe ich die App „Fully Kiosk Browser“ (Link zu Google Play) installiert. Diese ermöglicht es uns, eine vorher konfigurierte Webseite zu öffnen, in unserem Fall eben „http://192.168.1.104“ und zwar im Fullscreen-Modus, also im Vollbild. Die Gäste sehen also keine Menüleiste, Adresszeile oder sonstiges, sondern einfach nur die schöne Webseite zum Bilder machen.

Für den Download einzelner Bilder habe ich die beiden folgenden Apps als am besten empfunden, weil sie kostenlos und einfach zu bedienen sind. Für Android den „Barcode Scanner von ZXing Team“ (Link zu Google Play) und für iOS den „QR Code Scanner – Free and Fast von Jochen Holzer“ (Link zum App Store).

Bilder von der Fotobox runterladen

Ist die Party vorüber, geht es ans Übertragen sämtlicher Bilder auf euren Rechner. Diese liegen nämlich nicht auf der Speicherkarte eurer Kamera, sondern auf der im Raspberry Pi, die ihr nicht einfach so am PC auslesen könnt. Der Download per QR-Code ist zwar praktisch für eure Gäste, aber für hunderte von Fotos nicht geeignet. Einfacher und schneller klappt das Überspielen der Fotos über das Netzwerk mithilfe von WinSCP. Wie ihr so auf euren Raspberry Pi zugreifen könnt habe ich hier schon beschrieben.

Ihr verbindet euren Rechner also per Kabel oder WLAN mit eurem Router in der Fotobox, baut per WinSCP eine Verbindung auf und kopiert euch die Bilder. Die Fotos liegen im Verzeichnis „/var/www/html/images“.

Mit WinSCP ladet ihr euch am Ende die Bilder der Fotobox herunter.

Download Anleitungen

Damit sich die Hochzeitsgäste möglichst schnell zurecht finden, Spaß haben und sich die Bilder auf’s Smartphone laden können, habe ich zwei kleine Hilfsdokumente erstellt, die ich direkt bei der Fotobox ausgelegt habe. Einmal die Info, welche Apps sie zum Scannen des QR-Codes nutzen können und dann eine einfache Anleitung für die Fotobox selbst.

Die beiden Dokumente könnt ihr euch hier runterladen.

Anleitung Fotobox   Apps QR Code

Tipps & Tricks

  • Prüft schon vorher, wo die Fotobox stehen soll. Gerade, da die Kamera nicht einfach nur auf einem Stativ stehen wird bzw. kann müsst ihr dafür sorgen, dass die Box erhöht aufgestellt wird. Wir hatten sie auf einem Tisch und zusätzlich auf einer Getränkekiste stehen.
  • Sollte euch die Bildverabeitung bis zur Anzeige auf dem Tablet zu lange dauern, könnt ihr die Bildgröße direkt in eurer Kamera reduzieren. Dadurch wird der Raspberry Pi etwas entlastet und kann das Bild schneller anzeigen.
  • Bei meiner Nikon D5300 musste ich, obwohl alles auf dem Raspberry Pi gespeichert wird, dennoch eine SD-Karte einlegen. Prüft also auch das, bevor ihr die Box in Betrieb nehmt.
  • Testet die Fotobox vor dem Live-Einsatz ausgiebig! Es gibt wohl nichts Schlimmeres, als dass es bei der Feier zu Problemen kommt und ihr die Box nicht nutzen könnt! Habt ihr den Start der Box, Aufruf der Webseite, das Erstellen von Fotos und den Download per WLAN mehrfach erfolgreich getestet, steht dem Spaß während der Party nichts mehr im Weg 🙂
  • Auf der Hochzeit besagter Freunde waren speziell die älteren Gäste anfangs eher skeptisch und wussten mit der Fotobox nichts anzufangen. Daher habe ich einfach ein wenig Hilfestellung geleistet und die Leute motiviert. Nach einer halben Stunde hat jeder mitbekommen, was das für ’ne komische Kiste ist das Teil war der Hot Spot des Tages!

Euer Feedback zur Rapsberry Pi Fotobox

Dieser Artikel hat sehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch genommen. Ich hoffe, ich habe an alles gedacht und ihr könnt die Fotobox so möglichst einfach und schnell nachbauen. Ich freue mich über jegliches Feedback! Schreibt mir doch kurz in die Kommentare, ob alles wie beschrieben geklappt hat, oder ob ich vielleicht etwas vergessen oder nicht klar genug formuliert habe.

Und jetzt viel Spaß mit eurer Photobooth! Vielen Dank noch mal an André Rinas für die Erlaubnis, sein Projekt aufzugreifen und zu aktualisieren!

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12 Antworten auf „Raspberry Pi Fotobox für Hochzeiten und Geburtstage“

    1. Erstens, weil ich technische Spielereien mag. Und außerdem ist mein Tablet alt und dessen Kamera daher einfach zu schlecht, um für einen so wichtigen Anlass gescheite Bilder zu liefern. Mit meiner SLR bekomme ich einfach Bilder, die mir ein Tablet nicht machen kann und Rahmen/Overlays usw. kann ich hinterher immer noch machen.
      Kann man bei den fertigen Lösungen die Bilder denn auch direkt runterladen? Ich erinnere mich an eine Hochzeit, auf der eben eine SLR mit Selbstauslöser stand. Da haben wir ewig auf ein paar der lustigen Bilder gewartet und dann waren die so stark nachbearbeitet, dass sie uns schon fast nicht mehr gefallen haben.
      Ich finde, die Lösung von André hat einfach Charme 🙂

  1. Hallo,
    danke erstmal für diese Anleitung, werde das wohl auch mal ausprobieren.
    Kann man den Countdown bis zur Aufnahme dann noch irgendwo konfigurieren?

    1. Hey Ralph,
      dann schon mal viel Spaß! Ich würde mich über Feedback freuen, ob alles geklappt hat.
      Es gibt übrigens mittlerweile eine neue Version der photobooth-Software, wie André mir mitgeteilt hat. Mit der Version kommt auch ein Admin-Interface, in dem du u. a. den Countdown einstellen kannst. Ich bin nur noch nicht dazu gekommen, sie auszuprobieren. Details findest du hier: https://github.com/andreknieriem/photobooth

      Mit der alten Version klappt das aber auch, den Countdown kannst du in der Datei resources/js/core.js ändern.

      Viele Grüße,
      Dennis

  2. Ok, die Konfiguration des Pi habe ich hinbekommen, auch die WLAN Anbindung.
    Das Kommando „sudo apt-get install apache2 php7.0 php7.0-gd gphoto2 libav-tools“ funktioniert so auch nicht mehr. php7.0 ist jetzt wohl php7.1. Und für libav-tools kommt die Meldung „Für Paket libav-tools exisitiert kein Installationskandidat“. Da dort u.a. auch steht, dass es durch ffmpeg ersetzt wird, habe ich dass dann für ffmpeg gemacht. Habe auch nicht klärendes im Web dazu gefunden.
    Die Datei für die statische IP-Adresse heißt bei mir aber dhcpcd.conf, nicht dhcpdc.conf.
    Die Photobox-Admin Seite kann ich auch aufrufen (muss man erst mal drauf kommen ,wie man die aufruft), aber die vorgenommen Änderungen werden nicht abgespeichert. Also doch manuell in der Datei.
    Nun aber das größte Problem: Keine der Kameras, die ich besitze, und die in der Liste der unterstützten Kameras enthalten sind, funktioniert damit. Eine Kamera, die nicht aufgeführt ist (Nikon P610), fährt immerhin das Objektiv aus, und zeigt etwas auf dem Kameramonitor. Beim Versuch ein Bild mit „gphoto2 –capture-image“ zu machen, kommt die Fehlermeldung „PTP-Ungültiger Parameter“.

  3. Nachtrag zu meinem vorherigen Post:
    Mit einer Nikon D40X läuft die Photobox problemlos. Die Nikon P610 und eine Nikon S9500 habe ich immerhin in der Kommandozeile des Raspberry dazu bekommen, dass Fotos aufgenommen werden. Allerdings bleibt gphoto2 nach der Aufnahme dann ziemlich lange hängen, bis eine Meldung kommt, dass keine Aufnahme gemacht werden konnte. Das Foto wurde aber gemacht. Im Debug Modus kann man sehen, wo der Fehler geschieht:
    75.015716 ptp_usb_getresp (2): Reading PTP_OC 0x1008 (Get object info) response…
    75.015748 ptp_usb_getpacket (2): Returning previously buffered response packet.
    75.015797 ptp_usb_getresp [usb.c:514] (0): PTP_OC 0x1008 receiving resp failed: PTP Invalid Object Handle (0x2009)
    75.015837 camera_nikon_capture [library.c:3576](0): ‚ptp_getobjectinfo (params, newobject, &oi)‘ failed: PTP Invalid Object Handle (0x2009)
    75.015894 gp_camera_capture [gphoto2-camera.c:1340](0): ‚camera->functions->capture (camera, type, path, context)‘ failed: -1
    FEHLER: Konnte Bild nicht aufnehmen.
    FEHLER: Konnte nicht aufnehmen.

    Aber was das nun für eine Ursache hat, keine Ahnung. Vielleicht weisst du ja weiter …

  4. Hallo
    Anleitung ist Super und alles hat geklappt.
    Meine Frage kann man die Bilder auch irgendwie mit einen Wasserzeichen versehen?
    So das auf den Bildern steht um welches Event es sich handelt.
    Ein Spruch könnte zum Beispiel sein Hochzeit von X und Y.

    1. Hallo Thorsten,
      schön, dass die Anleitung so für dich funktioniert hat!
      Ich wüsste nicht, dass das Einfügen eines Wasserzeichens mit der genutzten Software funktioniert. Meine ganz persönliche Meinung ist aber auch, dass so ein Wasserzeichen eher störend ist, wenn sich die Leute das Bild vielleicht entwickeln lassen möchten, aber das ist natürlich Geschmackssache.

  5. Hi Dennis,

    coole Webseite! Auch für Anfänger wie mich gut aufgebaut und verständlich. Weiter so!
    Ich habe nun leider das Problem, dass die Pakete teilweise fehlen. Ich bekomme folgende Meldung:

    pi@raspberrypi:~ $ sudo apt-get install apache2 php7.0 php7.0-gd gphoto2 libav-tools
    Paketlisten werden gelesen… Fertig
    Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut.
    Statusinformationen werden eingelesen…. Fertig
    Hinweis: »php7.0-thrift« wird für regulären Ausdruck »php7.0« gewählt.
    Hinweis: »php7.0-remctl« wird für regulären Ausdruck »php7.0« gewählt.
    Hinweis: »php7.0-common« wird für regulären Ausdruck »php7.0« gewählt.
    Hinweis: »php7.0-curl« wird für regulären Ausdruck »php7.0« gewählt.
    Hinweis: »php-remctl« wird an Stelle von »php7.0-remctl« gewählt.
    Paket libav-tools ist nicht verfügbar, wird aber von einem anderen Paket
    referenziert. Das kann heißen, dass das Paket fehlt, dass es abgelöst
    wurde oder nur aus einer anderen Quelle verfügbar ist.
    Doch die folgenden Pakete ersetzen es:
    ffmpeg

    E: Paket php7.0-gd kann nicht gefunden werden.
    E: Mittels des Musters »php7.0-gd« konnte kein Paket gefunden werden.
    E: Mittels regulärem Ausdruck »php7.0-gd« konnte kein Paket gefunden werden.
    E: Für Paket »libav-tools« existiert kein Installationskandidat.

    Kannst du mir helfen?

    Beste Grüße,

    Christian

  6. Hallo Dennis
    Es sollte auch schon so sein das man es ein und aus schalten kann
    Oder das ein Rahmen um das Bild gelegt wird wo dann steht um welches ereigniss es sich handelt.

    1. Hey Thorsten,
      wie gesagt, ich wüsste nicht, dass das möglich ist. Beim Download per QR-Code bringt das natürlich nichts, aber wenn du die Bilder (so habe ich es gemacht) später noch per Cloud zur Verfügung stellst, kannst du ja entsprechende Rahmen/Wasserzeichen/Sprüche einfügen. Mehr fällt mir da leider auch nicht ein.
      Gruß, Dennis

  7. @Christian:
    Das Problem mit php7.0 und libav-tools hatte ich auch, siehe oben. Nimm statt php7.0 php7.1 und installiere statt libav-tools dann ffmpeg.
    Auf zu technische Fragen scheint man vom Verfasser ja keine Antwort zu bekommen, schade eigentlich. ein „Ich weiß es auch nicht“ würde ggf. ja auch schon reichen.

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